„Wäre, wäre, Fahrradkette“

„Wäre, wäre, Fahrradkette“

Warum die Zweite am letzten Spieltag nur zwei Punkte holen konnte und was wir daraus gelernt haben

Manchmal läuft es nicht ganz rund, so wie etwa im Vorfeld des letzten Spieltages von unserer zweiten Mannschaft. Schon die Suche nach einem Spielort war nicht ganz einfach. Nachdem unsere Halle doch nicht verfügbar war, kam erst aus Kempten, dann aus Augsburg eine Absage. Keine Ausweichmöglichkeit. Nur in Mindelheim war dann Platz, schade um das schöne Heimspiel aber davon lassen wir uns nicht aus dem Konzept bringen.

Dann zwei weitere Hiobsbotschaften: Dennis Bauer muss arbeiten, Simon Endraß krank zu Hause. Kein Drama, aber Schade. Ein Lob an die Damen: Romy Ettlinger und Julia Hornstein waren fit und bereit zu spielen. Von den Herren waren Andi Hornstein (als Ersatz, Danke dafür!), Manuel Schmid, Michael Länger und Tobias Karrer dabei.

Mindelheim: Knappe Kiste trotz Vorsprung

Im Spiel gegen Mindelheim ging die Zweite ohne viel Anstrengung mit 2:0 in Führung. Dem Gastgeber fehlte eine Dame. Zwei Punkte im Rücken sind gut, allerding darf man sich nicht darauf ausruhen. Schon Manu und Tobi taten sich im ersten Doppel ziemlich schwer und konnten erst im dritten Satz den wichtigen Punkt holen. 23:21 das durchaus erleichternde Ergebnis. Fast genauso knapp ging das Mixed an Diedorf: Romy und Michi kämpften bis sie den dritten Satz mit 22:20 in der Tasche hatten. Noch zwei kanppe Spiele: Manu und Tobi schonten sich auch im Einzeln nicht. Beide Partien gingen über drie Sätze, doch während Manu im zweiten Einzel gegen Robert Janßen bis zum Schluss die Nerven behielt und den wichtigen Ausgleich holte, flatterten bei Tobi Nerven und Schläger. Er verlor mit 18:21 im dritten Satz.

Kempten/Dietmannsried: Nix ohne Damenpunkte

Über die Aufstellung der Mannschaft im zweiten Spiel gegen die SG Dietmannsried/Kempten kann man streiten. Andi und Tobi gingen ins zweite Doppel, Manu und Michi ins Erste. Der Grund: Vielleicht hätte man so in beiden Spielen punkten können. Aber keine Chance, denn auch der erste Herr der Gegner stand auf einmal im zweiten Doppel. Das erste Doppel war eine Zitterpartie: Denkbar knapp und natürlich wieder im dritten Satz holten Manu und Michi trotzdem den extrem wichtigen Punkt. An dieser Stelle wieder ein Kompliment an die Diedorfer Damen. Alle restlichen Punkte kamen aus den Spielen mit Romy Ettlinger und Julia Hornstein (und Michi Länger im Mixed). Manu und Tobi gingen in den Einzeln zwar beide wieder über drei Sätze, aber am Ende reichte die Kraft nicht. Sauerstoffzelt oder ein isotonisches Getränk hätten danach mehr als gut getan.

Was hat die Zweite also gelernt? Lothar Matthäus hat kürzlich auf Sky gesagt: „Wäre, Wäre Fahrradkette.“ Dieser wundervoll dämlichen Abwandlung eines deutschen Sprichworts trifft es hier gut: Wären wir komplett gewesen, wäre ein Ball mehr ins Feld gefallen, dann wäre mehr drin gewesen. Aber „Fahrradkette“, egal also. „Zwei Punkte sind mehr als keiner“. Noch so ein schlauer Spruch aus dem Profisport. Wenn die zweite Mannschaft des TSV Diedorf in den kommenden Spielen wieder einigermaßen komplett antreten kann, ist sicherlich auch ein Sieg drin. Problem: Tobi muss im kommenden Spiel aussetzten. „Kapselverletzung im Sprunggelenk, mindestens drei Wochen“, so der Orthopäde.

Foto: Symbolbild

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